SPD Denzlingen gegen “neue“ Werkrealschule

Veröffentlicht am 18.11.2009 in Ortsverein

(db) Der Vorstand des SPD-Ortsvereins Denzlingen hat das Thema Werkrealschule intensiv diskutiert und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass erhebliche bildungspolitische Bedenken gegen die „neue“ Werkrealschule bestehen. Einstimmig wurde ein Antrag an den Landesparteitag formuliert, der diese Bedenken begründet, aber auch Alternativen aufweist. So heißt es in dem Antrag unter anderem: “Um auch die leistungsschwächeren Hauptschüler noch mehr und gezielter zu fördern, sie in Beruf und Gesellschaft besser integrieren zu können, bedarf es keiner neuen Schulart, sondern einer besseren individuellen Förderung und eine längere gemeinsame Unterrichtung aller Schülerinnen und Schüler statt einer zu frühen Auslese.“ Der Denzlinger SPD-Vorsitzende Dietrich Elchlepp zeigt am Beispiel der Umlandgemeinden Glottertal oder Reute auf, was seiner Meinung dahinter steckt: „Mit der Einführung der neuen Werkrealschule forciert die Landesregierung in Wirklichkeit die Schließung von Schulstandorten in kleinen Gemeinden, obwohl sie dies offiziell ablehnt. Wenn überhaupt Finanzmittel vorhanden sein sollten, dann wären diese besser im Elementarbereich investiert, in dem viele potenzielle Hauptschüler sinnvoll gefördert werden könnten. Der skandalöse Streit über die Kostenübernahme für Sprachbildung in den Kindertageseinrichtungen spricht aber Bände“, so Elchlepp.
In der Begründung seines Antrags formuliert der SPD-Ortsverein Denzlingen: “Da die neue Werkrealschule wieder nur bei Erreichen eines bestimmten Notendurchschnitts den Besuch der 10. Klasse vorsieht, sind keine zusätzlichen Chancen gegeben, dass Jugendliche den mittleren Bildungsabschluss erwerben. Die Beteuerung der Landesregierung, dass es sich bei dem Werkrealschulabschluss um einen gleichwertigen mittleren Bildungsabschluss wie bei der Mittleren Reife handelt, ist unglaubwürdig. Indem die Landesregierung an der dreistufigen Grundschulempfehlung festhält, bringt sie den qualitativen Unterschied der Werkrealschule zur Realschule sowie den dort erworbenen Abschlüssen zum Ausdruck.“
Der SPD-Ortsverein Denzlingen fordert, dass an allen Schulstandorten – also auch den einzügigen – der Werkrealschulabschluss als echter Realschulabschluss möglich sein soll.
Eine weitere Forderung ist die Revidierung des jetzigen Klassenteilers.
Zum Schluss der Debatte stellte Dietrich Elchlepp fest, dass der Kultusminister in Baden-Württemberg wohl einer dringend notwendigen politischen Auseinandersetzung um eine gerechtere und erfolgreichere Schullandschaft wiederum ausweicht, um sich Luft zu verschaffen. Ob dies im Interesse der Begabtenförderung aller Kinder sinnvoll ist, bezweifelte Elchlepp.

 

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