Gesellig, besinnlich, politisch – so gestaltete sich die letzte Mitgliederversammlung des Ortsvereins des Jahres 2019

Veröffentlicht am 13.12.2019 in Ortsverein

Elfriede Behnke konnte am 7. Dezember an die 40 Mitglieder und Gäste im Rebstock Denzlingen begrüßen, die die Einladung sichtlich gerne angenommen hatten.

Natürlich war bereits beim Sektempfang in den einzelnen Grüppchen vorwiegend die neue Spitze der Bundes-SPD Thema Nummer eins. Nach dem Gruß aus der Küche ging die Ortsvereinsvorsitzende ebenso natürlich in ihrer Ansprache auf die schwierigen Zeiten der Partei, den Frust in Teilen der Mitglieder, die schlechten Umfrageergebnisse und die durchaus nicht immer freundlichen Medien ein. Aber „wir sollten auch stolz sein auf das Erreichte in den letzten Jahren, auf die Werte, die wir nach wie vor verteidigen und auf die Tradition unserer Partei, die sich wie keine andere für die Rechte der Arbeitnehmer einsetzt.“ Wer, wenn nicht die SPD kümmere sich denn um den Sozialstaat, die Anliegen der Kinder, der älteren Menschen, der abhängig Beschäftigten, wer setze sich ein in Sachen beste Bildung für alle.

Elfriede Behnke bedankte sich bei allen, die sich im letzten Jahr im Kommunalwahlkampf engagiert haben und bei allen Kandidatinnen und Kandidaten. Sie wies darauf hin, dass die enorme Arbeit, die von unglaublich vielen Personen in das Kommunalwahlprogramm gesteckt wurde, in der Wahl selber leider nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt hat. So wurde ein Sitz verloren. Und so erfreulich es sei, mit Jan Paul Elchlepp ein neues, junges Gesicht im Gemeinderat zu haben, so außerordentlich bedauerlich sei es, mit Jürgen Kaufmann einen engagierten und kompetenten Kommunalpolitiker dort zu verlieren. „Vielen Dank, Jürgen für Deine unermüdliche Arbeit und Bereitschaft, auch in den Niederungen des Wahlkampfes zuzupacken.“  Bereits in den ersten Monaten des neuen Kommunalparlamentes, wie es ebenso landläufig wie nicht ganz zutreffend genannt wird, wurden eine Reihe von Initiativen angepackt, so unter anderem Anträge auf

 

  • Einen Denzlinger Masterplan Klimaschutz
  • Solarzellen auf Parkplatzüberdachungen
  • Geschwindigkeitsregulierung auf der B 294
  • Einrichtung einer Petitionsplattform
  • Beleuchtung der Radwege,

wie Elfriede Behnke auch in ihrer Eigenschaft als Fraktionsvorsitzende berichtete. Ein wesentliches Thema sei ein dringend notwendiges, neues Seniorenzentrum zum Beispiel im Zuge der Bebauung Grüner Baum.

Für den SPD-Ortsverein gelte es, nun nach vorne zu schauen und sich für ein gemeinsames Erscheinungsbild stark zu machen. Mit Veranstaltungen, neuen Formen der Kommunikation und Straßenaktionen will die Denzlinger SPD zeigen, dass sie da ist, dass sie sich kümmert, dass sie zuhört, dass sie glaubwürdig ist. Mit einem eindringlichen Appell zur Unterstützung der neuen Führung „auch wenn nicht alle mit der Vorgehensweise und den Ergebnissen einverstanden sind. Schließlich sind sie nach langen Runden und Gesprächen demokratisch zu Stande gekommen.“ schloss Elfriede Behnke ihre Ausführungen. Anschließend gedachte die Versammlung des verstorbenen SPD-Politikers und -Urgesteins Erhard Eppler in einer Schweigeminute.

Nach dem Verzehr des Feldsalates bedankten sich die Anwesenden mit herzlichem Beifall bei zwei hochverdienten Ortsvereinsmitgliedern wegen ihrer jahrzehntelangen Arbeit für die SPD und ganz im Sinne der Partei. Beide haben im vergangenen August nicht mehr für den Vorstand kandidiert, beide bleiben dem Ortsverein gewogen und in verschiedener Weise erhalten. Dietrich Elchlepp wurde von Elfriede Behnke gewürdigt, die damit eigentlich Eulen nach Athen hätte tragen können. Sie hob eine Reihe von Aktivitäten und Ämtern hervor, die für zwei Parteileben reichen würden. Dietrich Elchlepp war vom  Juni 1976 bis zur Wahl im Oktober 1976 als Nachrücker für Erhard Eppler Mitglied des Bundestags, von 1996 bis 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments, 2006 bis 2014 Ortsvereinsvorsitzender Denzlingen und anschließend Beisitzer im Ortsverein, 12 Jahre lang Vorsitzender des Kreisverbandes Emmendingen und im Anschluss Ehrenvorsitzender. Im Ortsverein wird er sich durch sein neues Engagement im kommunalpolitischen Arbeitskreis weiterhin einbringen. Seine eigentlichen Schwerpunkte waren und sind die Europa- und die Bildungspolitik und der, wie man sieht endlose, Kampf gegen Rechtsextremismus und völkische Verblendung. „Du warst und bist immer sehr aktiv und hast an dem guten Ruf des Ortsvereins mitgewirkt. Impulsiv und engagiert bringst Du Dich in die politische Arbeit vor Ort und auch überörtlich ein, überzeugst die Menschen von Deinen Ideen. Danke dafür“, führte die Nachnachfolgerin als Ortsvereinsvorsitzende Elfriede Behnke weiter aus.

Helga Scheuerpflug und Jürgen Kaufmann übernahmen die Würdigung von Detlef Behnke, von 1995 bis 2001 Vorsitzender des Denzlinger Vorstands, davor 4 Jahre Pressesprecher, danach weitere 18 Jahre in derselben Funktion. Seine „Lehrzeit“ davor verbrachte er einige Jahre als Vorsitzender des Ortsvereins Forchheim. „Die Zusammenarbeit mit ihm machte immer Spaß“, so Helga Scheuerpflug. Mit zahlreichen Presseveröffentlichungen, die Legion sind, schrieb sich Detlef Behnke ein Denkmal. Gibt man seinen Namen in Google ein, ploppen unendlich viele Seiten auf. „Detlef, wir sagen Dir herzlichen Dank für Deinen großen Einsatz zugunsten einer gerechten und solidarischen Gesellschaft. Dank für Dein Sagen und Handeln, dass stets eine Einheit ist, Dank für den Einsatz zugunsten unserer SPD“, schloss Helga Scheuerpflug gemeinsam mit Jürgen Kaufmann.

Beide bedankten sich sichtlich gerührt mit freundlichen Worten und nahmen unter großem Applaus jeweils eine Rose und eine „gute Flasche Wein“ entgegen. Zoja Elchlepp erhielt darüber hinaus einen bunten Blumenstrauß für ihre stete familiäre Unterstützung.

Nach dem Hauptgang erlebten die Mitglieder der Denzlinger SPD eine absolute Seltenheit. Das Ehepaar Anne und Josef Spegel konnte eine jeweilige 60-jährige Mitgliedschaft vorweisen! In ihrer Ehrung wiesen die Vorsitzende Elfriede Behnke und ihre Vertreterin im Ortsvorstand Ana Agatiev auf einige Höhepunkte des Jahres 1959 neben dem Beitritt des Ehepaares Spegel hin. „Fidel Castro siegte auf Kuba und die Barbiepuppe erblickte das Licht der Welt, auf dem Eis tanzte das Traumpaar Marika Killius und Hansjürgen Bäumler und aus dem Radio klingt ununterbrochen ‚Die Gitarre und das Meer‘ von Freddy Quinn“, teilten sie dem staunenden Publikum im Rebstock mit. Aber auch die SPD hatte ein denkwürdiges Ereignis: Nach heftigen interparteilichen Auseinandersetzungen, ja Kämpfen wurde das Godesberger Programm verabschiedet, das die Hinwendung zur Volkspartei eröffnete. Die beiden Eheleute hatten sich bei den Naturfreunden kennengelernt, wo Josef Spegel bereits seit 70 Jahren Mitglied ist. Vorher aber hatte ein hochpolitisches SPD-Elternhaus von Anne Spegel schon die Grundlagen für das Engagement gelegt. Jugendfreizeiten bei den Falken, Engagement in der Gewerkschaftsjugend, Demonstrationen in der Waldheide verstärkten den Willen, sich auch parteipolitisch festzulegen. Seit 1966 sind die beiden in Denzlingen daheim. Als Selbständige hat es ihnen die SPD nicht immer einfach gemacht. Und auf quasi der anderen Seite waren auch die Banken keine leichten Vertragspartner. Hinzu kam: Als Schwaben ist es nicht immer gut Kirschen essen im Badischen. „Ihr habt Euch sicherlich mehr als einmal über die SPD geärgert, seid jedoch dabei geblieben. Ihr habt das Ortsgespräch verteilt, solange es dieses gab. Danke für Euer Engagement. Danke, dass Ihr uns bis heute durch Eure Anwesenheit bei den Veranstaltungen unterstützt“, schlossen Elfriede Behnke und Ana Agatiev ihre Laudatio. Da die beiden Geehrten noch ihr Originalparteibuch hatten, in dem kein Platz mehr für Beitragsmarken ist, händigte Elfriede Behnke und die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Ana Agatiev ihnen neben der Urkunde, der Verdienstnadel und -brosche, Wein und Blumen ein neues Parteibuch aus. “Ein rotes“, wie sie betonten.

Weitere Ehrungen galten einer 10-jährigen Mitgliedschaft Dieter Honens und Jürgen Schmälzlin, bevor von den aufmerksamen und freundlichen Servicemitarbeitern des Rebstock das Dessert und ein paar Süßigkeiten auf den Tisch kamen und das wie immer aus der herausragenden Küche des Rebstock stammende Menü abrundeten. Ein gelungener, geselliger Abend mit politischen Ausflügen in die Bundes- und Kommunalpolitik und einem Schuss Besinnlichkeit, der durch ein selbstverfasstes Gedicht von Klaus-Dieter Nussbaum geschaffen wurde, das er zum Thema „Heilige Nacht heute“ vortrug, klang nach und nach bei einem weiteren Glas Wein und guten Gesprächen aus.

 
 

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