Björn Reuter bleibt SPD-Ortsvereinsvorsitzender

Veröffentlicht am 14.07.2025 in Ortsverein

Mit neuformierter Führung stellt sich der SPD-Ortsverein Denzlingen den Aufgaben unserer herausfordernden Zeit. Bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Quartierstreff Schwarzwaldstraße 1, stand am Freitagabend turnusgemäß die Neuwahl des Gesamtvorstandes auf der Tagesordnung. Während Björn Reuter ohne Gegenstimme erneut zum Ortsvereinsvorsitzenden gewählt wurde, möchte die langjährige Ortsvereinsvorsitzende Elfriede Behnke altersbedingt ein wenig kürzertreten und stand für eine erneute Kandidatur nicht mehr zur Verfügung. Trotz der Appelle des Versammlungsleiters Jürgen Müller fand sich zunächst niemand bereit, für das Amt der Co-Vorsitzenden, bzw. des oder der Stellvertretenden Vorsitzenden zu kandidieren, sodass dieser Posten zunächst vakant bleibt. Zur neuen Schriftführerin wurde Brigitta Kaufmann gewählt. Kassierer Jürgen Kaufmann wurde im Amt bestätigt, neuer Pressesprecher ist Karlheinz Schiedel. Als Beisitzer komplettieren Irmgard Meiners-Schuth, Magdalene Kirchhoff, Thorsten Culmsee, Dietrich Elchlepp und Klaus-Dieter Nussbaum das Vorstandsteam der Denzlinger Sozialdemokraten.

Der neugewählte Vorstand des SPD-Ortsvereins (v.l.): Klaus-Dieter Nussbaum, Brigitta Kaufmann, Karlheinz Schiedel, Magdalene Kirchhoff, Jürgen Kaufmann, Dietrich Elchlepp, Irmgard Meiners-Schuth, Björn Reuter und Thorsten Culmsee.  Foto: Zoja Elchlepp

 

„Die Menschen fragen, wo der Schuh drückt“

Der Beginn der Versammlung gehörte allerdings der SPD-Landtagswahlkandidatin Martina Fuhrmann. Der verheirateten Steuerfachwartin und Mutter von zwei Kindern, sowie stellvertretenden Kreis- und Ortsvereinsvorsitzenden Nördlicher Kaiserstuhl werden reelle Chancen eingeräumt, künftig den Wahlkreis Emmendingen im Stuttgarter Landtag zu vertreten. Voraussetzung ist ein ordentliches Ergebnis für die SPD bei der Landtagswahl am 8. März 2026. Dafür werde sie kämpfen. Auf den Wahlkampf freue sie sich sehr. Und über tatkräftige Unterstützung sowieso. Schon in den Sommerferien soll es losgehen. Ihre Schwerpunkte möchte sie bei den Themen Finanzen, Wirtschaft, Bildung und Europa setzen. Nur gemeinsam mit unseren Nachbarn könnten wir die großen Probleme wie zum Beispiel den Klimawandel in den Griff bekommen. Aber auch regionale Themen gilt es aufzugreifen. Wir müssen die Menschen fragen, wo der Schuh drückt und dann Stellung beziehen, so Fuhrmann.

„Präsenz und Bürgernähe gezeigt“

In seinem Rechenschaftsbericht ließ Björn Reuter zwei ebenso ereignis- wie arbeitsreiche Jahre Revue passieren. Auch wenn das anvisierte Ziel – die Wiedererlangung eines vierten Gemeinderatsplatzes – nicht erreicht wurde, habe man sich in einem für die SPD schwierigen Umfeld bei der Kommunalwahl nicht schlecht geschlagen. Gleiches gelte für die Bundestagswahl. Reuter erinnerte an den Besuch des damaligen SPD-Fraktionschefs Rolf Mützenich in Denzlingen und zeigte sich erfreut über die Wiederwahl des SPD-Bundestagskandidaten Johannes Fechner. Sein gutes Abschneiden stärke nicht nur seine Position in der Bundestagsfraktion, sondern sei gut für die ganze Region. Auch sonst habe der SPD-Ortsverein Präsenz und Bürgernähe gezeigt, sei es bei dem Konzert „Wir rocken das Grundgesetz“ mit Kenny Behnke-Gapp oder den Rosen-, Tulpenzwiebeln- und Weihnachtsplätzchen-Verteilaktionen. Künftig werde man wieder verstärkt versuchen, versierte Landes- und Bundespolitiker:innen nach Denzlingen zu holen. Der politische Frühschoppen mit dem SPD-Landtagsabgeordneten und Innenpolitiker Sascha Binder zum Thema Innere Sicherheit sei vielen in guter Erinnerung geblieben. Steffen Schmidt überbrachte in Vertretung des verhinderten Kreisvorsitzenden Johannes Fechner die Grüße des SPD-Kreisverbandes: „Ihr habt bei der Kommunalwahl das SPD-Ergebnis gesteigert und viele Stimmen dazu gewonnen. Darauf könnt ihr stolz sein!“ Insgesamt bescheinigte er dem Ortsverein eine sehr gute Arbeit vor Ort, was sich auch in dem guten Erststimmenergebnis von Johannes Fechner bei der Bundestagswahl in Denzlingen niedergeschlagen habe. Kassierer Jürgen Kaufmann konnte auf  einen soliden Kassenstand verweisen. Größter Ausgabenposten war die Kommunalwahl 2024. Die wiedergewählten Revisoren Ulrich Läßker und Jürgen Müller bescheinigten ihm eine tadellose Haushaltsführung. Kassierer und Gesamtvorstand wurden ohne Gegenstimme entlastet.

Denzlinger Genoss:innen brennt Kommunalpolitik unter den Nägeln

Elfriede Behnke, die auch weiterhin als Fraktionssprecherin der SPD-Gemeinderatsfraktion amtieren wird, berichtete über die Arbeit im Gemeinderat und im Kreistag. Beim Landkreis sei ein viel zu geringer finanzieller Spielraum zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich zu beklagen. Die Gemeinden zahlten zu wenig in die Kreisumlage ein. Ulrich Läßker ergänzte, Bund und Land wiesen den Kommunen zu wenig Geld  aber immer mehr Aufgaben zu. Während in Freiburg-Dietenbach die Erschließungsarbeiten bereits weit vorangeschritten sind, sei bei Käppelematten/Unterm Heidach in Denzlingen immer noch nicht der erste Spatenstich erfolgt, bemängelte Elfriede Behnke zum Thema Wohnungsbau. Weitere kommunalpolitische Themen, die die SPD-Fraktionschefin ansprach, betrafen die Erhöhung der Kita-Gebühren, Klimaschutzmaßnahmen, die fehlende Klimaanlage in der Mediathek, Nutzung der Räumlichkeiten der Werkrealschule, Lärmschutz bei den Geflüchteten-Unterkünften in der Elzstraße, die Situation beim Kauftreff nach der Rewe-Schließung  und die Schließung der Kunstgalerie im Alten Rathaus. Dass vielen Genossinnen und Genossen die Denzlinger Kommunalpolitik unter den Nägeln brennt, zeigte sich auch in der nachfolgenden Diskussion. Andreas Berger kritisierte fehlenden Sonnenschutz und Sitzbänke beim Spielplatz der Geflüchteten-Unterkunft in der Elzstraße, Klaus-Dieter Nussbaum das Fehlen einer öffentlichen Toilette am Bahnhof („Wenn das in Bleibach geht, warum dann nicht auch bei uns in Denzlingen?“), das Fehlen einer Metzgerei in der Ortsmitte nach der Frey-Schließung wurde bedauert und Björn Reuter regte an, die Bürgerinnen und Bürger Denzlingens mittels einer Spendenaktion an der Sanierung der „Hochzeitsbrücke“ mit ins Boot zu holen. „Kommunalpolitik bedarf der Diskussion“ stellte Ulrich Läßker fest und regte regelmäßige Mitgliederversammlungen zu kommunalpolitischen Themen mit der Gemeinderatsfraktion an. In die gleiche Richtung zielte Jürgen Müller, der sich für ein Wiederaufleben des einst so agilen Kommunalpolitischen Arbeitskreises aussprach.     

Die langjährige Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Denzlingen
Elfriede Behnke (Mitte) wurde von Irmgard Meiners-Schuth
und Björn Reuter verabschiedet. 
 Foto: Karlheinz Schiedel

Große Verdienste von Elfriede Behnke gewürdigt

Am Ende der von Jürgen Müller souverän und durchaus straff geführten, dabei harmonischen und dennoch recht diskussionsfreudigen Versammlung verabschiedete Björn Reuter die ausscheidenden Vorstandsmitglieder mit Blumen und Weingeschenk. Allen voran Elfriede Behnke, die als Vorsitzende den Ortsverein in den vergangenen sechs Jahren erfolgreich durch herausfordernde Zeiten führte. In der Laudatio hervorgehoben wurden die zahlreichen Ämter und Aufgaben, die Elfriede Behnke in den letzten dreißig Jahren im Ortsverein, Landkreis, der Landes- und Bundes-SPD innehatte. Sein herzlicher Dank galt aber auch der scheidenden Schriftführerin Birgit Baumann und dem Pressesprecher Manfred Klimanski, die beide Hervorragendes geleistet haben und dem Beisitzer Jürgen Schmälzlin, der sich um die Organisation des SPD-Stammtisches verdient gemacht hatte.

Karlheinz Schiedel

 

 

 

 

Werde SPD-Mitglied!

SPD-Kreisverband

Die JUSOS im Kreis

 

Für uns im Bundestag

Für uns im EU-Parlament

AG Migration & Vielfalt

Yeah, die AG !

Facebook

Login